Hintergrund
Die Rhenegger Kirche

 

Das Waldecker Lied

Text 1890 August Koch

 

1. Unter allen Landen deutscher Erde,
preis' ich Waldeck, mein lieb' Heimatland.
Bis zum letzten Atemzuge werde
ihm ich weihen treulich Herz und Hand.

2. Seht das Land im Schmuck der schönsten Wälder,
wenn der Lenz mit neuer Pracht einzieht.
Wenn die Berge, Täler, Wiesen, Felder
grün geziert, soweit das Auge sieht.

3. Wie so mächtig auf den Höhen rauschen,
Eich' und Buche trotzen Sturm und Wind.
Hirsch und Reh im stillen Waldgrund lauschen,
wo der Quell zum klaren Bächlein rinnt.
4. Echte Deutsche sind in Waldecks Gauen,
Sachs' und Franke reichen sich die Hand.
Fürst und Volk einander stets vertrauen,
Lieb' und Treue sind ihr festes Band.

5. Schwarz-Rot-Gold sind meine Landesfarben,
dunkler Nacht folgt gold'nes Morgenrot.
Für Alldeutschland Waldecks Söhne starben,
deutsche Treu' bewahrend bis zum Tod.

6. Fest, oh Waldeck, steh' zum deutschen Reiche,
wie dein hohes Felsenschloss so fest !
Grün' und blüh' gleich deiner schönsten Eiche,
stürmt es auch von Osten oder West.

 

||:Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch,
mein teures, liebes Waldeck, es lebe, lebe hoch!:||

Das Lied ist die Landeshymne des ehemaligen Fürstentums Waldeck. Es ist auch bei den heutigen "Waldeckern" beliebt, erklingt bei vielen Festen im Waldecker Land und es werden die ersten drei Strophen gesungen; die weiteren sind vom Text her nicht mehr so aktuell.